WordPress-Themes mit Twig und Timber erstellen

Für WordPress ist eine große Auswahl an fertigen Themes verfügbar. Aber oft gibt es Sonderwünsche oder Bedarf an einem individuellen Design. Dann ist etwas Handgestricktes oft unvermeidlich.

In WordPress werden Templates so programmiert, dass HTML und PHP vermischt werden. Um ein eigenes Theme entwickeln zu können, sind daher bestimmte grundlegende PHP-Kenntnisse oder zumindest die Bereitschaft zur Beschäftigung mit der Programmiersprache erforderlich. Dazu kommt auch noch, dass WordPress sehr viele Funktionen in der Form von sogenannten Template-Tags anbietet.

Für manche Personen kann das eine Hürde sein, in WordPress einzusteigen.

Zum Beispiel:

  • ist nicht jeder Frontend Entwickler/- in oder Webdesigner/-in bereit, viel Zeit in das Lernen PHP zu investieren.
  • kennen viele PHP-Entwickler sich mit WordPress nur begrenzt aus und nden es, sagen wir mal, etwas gewöhnungsbedürftig.
  • müssen Entwickler, die von anderen Content-Management-Systeme kommen, komplett umdenken.

Hinzu kommt, dass das Mischen von PHP und HTML auch ein gewisses Risiko in sich birgt. Weil PHP auf dem Server ausgeführt wird, können versehentlich Sicherheitslücken entstehen, wenn Daten nicht korrekt validiert oder bereinigt werden. Eine Möglichkeit die genannte Probleme zu lösen, wäre eine Template-Engine. Damit kann nach dem „Model View Controller“-Muster, kurz MVC, gearbeitet werden.

i18n und L10n von Themes

Internationalisierung und Lokalisierung tragen z.B. zur Verbreitung von Themes bei. Zunächst muss jedoch dass eine erledigt sein, bevor das andere begonnen werden kann. Darum soll es in diesem Artikel gehen. Was muss ich als WordPress Theme-Entwickler/-in tun, damit mein Theme übersetzt werden kann.

Numeronyme, wo man nur hinschaut

Ich nehme an, den meisten von euch geht es genauso: Wenn man mit den Abkürzungen wie i18n und L10n noch nicht so häufig konfrontiert wurde, fühlt man sich anfangs erst einmal etwas verloren. Liest man dann einen Text, in dem der Autor fast beiläufig weitere dieser Numeronyme wie g11n, a11y oder p13n einfließen lässt, kommt schnell die Vermutung auf, hier würde sich jemand auf unsere Kosten amüsieren wollen. Dabei handelt es sich rein schreibtechnisch um Begriffe, die nur mit ihrem Anfangs- und Endbuchstaben geschrieben werden und wo alle weiteren Buchstaben durch die Anzahl derselben ersetzt werden.

Für diesen Artikel sind die Numeronyme i18n und L10n wichtig. i18n steht für Internationalization (Internationalisierung). Mit L10n wird der Begriff Localization (Lokalisierung) abgekürzt. Es wird im Gegensatz zu den anderen Numeronymen mit einem großen L geschrieben, um Verwechslungen zu vermeiden. Beide werden seit einiger Zeit sehr gern zu g11n,  sprich Globalization (Globalisierung), zusammengefasst.

WordCamp Köln 2017 angekündigt

Nach dem WordCamp Berlin im Mai war für dieses Jahr bisher kein weiteres WordCamp in Deutschland in Sicht. Dank eines engagierten Orga-Teams, das sich im Mai relativ spontan zusammenfand, können wir uns aber doch noch einen Termin für den Herbst in unsere Kalender eintragen.

Vom 17. bis 19. November dürfen wir alle in der Domstadt zu Gast sein. Das WordCamp wird freitags mit einem Contributor Day beginnen. Die beiden eigentlichen Tage der Veranstaltung – mit Vortragsprogramm – werden nach den guten Erfahrungen des WordCamp Köln im vergangenen Jahr vollständig als Barcamp durchgeführt werden. Im Voraus steht also kein fester Plan von Inhalten oder Speakern. Ein Umstand, der Barcamp-Neulingen etwas chaotisch erscheinen mag, sich auf unzähligen Barcamps Jahr für Jahr aber als überaus erfolgreich herausstellt. Ein gutes Beispiel für diesen Erfolg ist der Sessionplan des letztjährigen WordCamp Köln.

WordPress Global Translation Day 2017

Als Workshop-Tag ist der Global Translation Day die perfekte Anlaufstelle für alle, die schon immer mal an der Übersetzung von WordPress mithelfen wollten.

Rund die Hälfte aller WordPress-Installationen weltweit nutzt eine nicht englische Sprachversion. Weil dafür mittlerweile nicht nur der WordPress-Core, sondern auch viele tausend Plugins und Themes übersetzt werden, können die Gruppen freiwilliger Übersetzerinnen und Übersetzer gar nicht groß genug sein. Um möglichst vielen Interessierten einen Einblick in die Arbeit der ehrenamtlichen Übersetzer/innen zu geben und an einem Tag gemeinsam weltweit an Übersetzungen zu arbeiten, wurde im letzten Jahr der Global Translation Day initiiert.

Weil die Vorbereitungen für den nächsten Global Translation Day gerade in die heiße Phase eintreten, habe ich in Paris mit der Leiterin des internationalen WordPress Übersetzungs-Teams (der Polyglots) Petya Raykovska gesprochen:

Dann kauf’ ich mir einfach ein Theme …

… oder ich mach mein eigenes Ding? Ein Blick in den Kleiderschrank von Free-, Multipurpose und CMS-Themes hilft uns bei der Wahl des passenden Kleidungsstückes für unser WordPress. In der richtige Größe und Farbe ausgewählt, wirkt der Inhalt gleich viel besser. Notfalls kann ein Schneider mit einer Anpassung helfen.

Wer WordPress installiert, erhält drei verschiedene Gestaltungsvorlagen mitgeliefert, die bei WordPress Themes genannt werden. Diese Standard-Themes sind sorgfältig programmiert, entsprechen dem neuesten Entwicklungsstand von WordPress und erlauben einige Anpassungen, mit denen die eigene Website etwas individueller gestaltet werden kann.

Allerdings machen sich viele Anwender nicht einmal die Mühe, die vorgegebenen Header-Bilder auszutauschen. Das Ergebnis sind hunderte WordPress-Websites, die das gleiche Header-Bild „Kaktus auf Schreibtisch“ aus dem aktuellen Standard-Theme Twenty Seventeen zeigen.

Kostenlose Vielfalt: WordPress-Theme-Verzeichnis

Wer seine Website etwas kreativer gestalten möchte, kann sich im WordPress-Verzeichnis eines der über 4.500 kostenlos erhältlichen Themes aussuchen. Die Richtlinien des WordPress-Theme-Review-Teams sorgen dafür, dass Anwender bei den hier angebotenen Themes keine unangenehmen Überraschungen erleben.

Die Community-Health-Studie

Catalina Alvarez ist Occupational Psychologist und bereitet im Moment ihre Masterarbeit vor. Als Studienobjekt für diese Arbeit hat sie sich uns ausgesucht - die globale WordPress-Community.

Eigentlich wollte Catalina Alvarez für ihre Master Thesis die Auswirkungen von Remote-Arbeit auf die psychische Gesundheit und Neigung zu Burnout unter den Arbeitenden untersuchen. Weil dieses Themenfeld für eine Master Thesis aber doch etwas zu umfangreich war, entschied sie sich zunächst für ein anderes, etwas überschaubareres Studienobjekt: Die WordPress-Community. Auf dem WordCamp Europe in Paris habe ich mich mit ihr über ihr Vorhaben unterhalten.

Für ihre Studie „Autonomous motivation as a moderator in the Demands-Burnout relationship into WordPress Community“ befragt Catalina im Moment daher all diejenigen, die aktuell oder in der Vergangenheit am WordPress-Projekt mitgearbeitet haben. Sie ist auf der Suche nach dem Auslöser von Burnout, der in Open Source Projekten wie WordPress ein häufiges Phänomen ist und auch in der deutschsprachigen Community regelmäßig auftritt.

Den WordPress-Editor um einen eigenen Button erweitern

Die Erweiterung des Editors um eigene Buttons ist eine schöne und nutzerfreundliche Alternative zu Shortcodes oder dem Einfügen von Markup in der Textansicht.

Für die meisten gängigen Aktionen der Textverarbeitung stellt der TinyMCE-Editor in WordPress Buttons bereit. Es gibt aber Themes, die beispielsweise die Hervorhebung eines Textabschnittes durch festgelegtes HTML-Markup erlauben. Dieses Markup kann der Nutzer dann etwa über Shortcodes (keine gute Idee, da die Auflösung der Shortcodes nach einem Theme-Wechsel nicht mehr funktioniert) oder die Textansicht des Editors einfügen – eine schönere Lösung ist aber ein entsprechender Button im Editor.

Seit WordPress 4.8 gibt es eine JavaScript-API, um den TinyMCE-Editor zu verändern oder auch neue Instanzen nach Laden der Seite zu erstellen. Damit ist es relativ einfach, zusätzliche Buttons in den Editor einzufügen.