Themes richtig anpassen – mit Custom CSS und Child-Themes

Ohne Themes würde jedes WordPress Blog gleich aussehen und das CMS hätte sicherlich nicht die Verbreitung über die es heute verfügt. Aber was tun, wenn einem fertigen Theme die letzte kleine Änderung fehlt?

Während Plugins den Funktionsumfang von WordPress erweitern, stellen die sogenannten Themes das gesamte Design einer Website bereit. Nach der Auswahl eines passenden kostenfreien Themes von WordPress.org oder von einem der zahlreichen Anbieter kostenpflichtiger Themes kommen viele Seitenbetreiberinnen und – betreiber aber häufig an den Punkt, an dem sie feststellen, dass auch einem, mit größter Sorgfalt ausgewählten, Theme ein paar Kleinigkeiten angepasst werden müssen, um die Seite perfekt zu machen.

Der falsche Weg

Wer jetzt direkt die eigenen HTML-, CSS- und PHP-Kenntnisse zusammensammelt und per FTP-Client auf das Theme zugreift, um es zu bearbeiten, begeht einen Fehler, dessen Folgen nicht sofort erkennbar sind. Vorerst mögen die Anpassungen funktionieren, doch spätestens bei der nächsten Theme-Aktualisierung werden alle Änderungen am Theme überschrieben und gehen damit unwiederbringlich verloren.
Ja, die Änderungen können vor einem Update selbstverständlich händisch in die neue Theme-Version übertragen werden. Aber diesen Mehraufwand können wir uns vor Anfang an sparen.

Das Child-Theme Dilemma

Child-Themes sollen das Aktualisieren des Eltern-Themes möglichst einfach machen. Doch was, wenn Template-Dateien im Eltern-Theme so großen Änderungen unterworfen sind, dass davon ein Child-Theme betroffen ist? Mit einem einfachen Versionsheader kann man dies zumindest kenntlich machen.

Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass man, wenn man ein Theme abändern möchte, ein Child-Theme erstellen soll. So wichtig dieser Hinweis ist, wird doch meistens unterschlagen, dass die Child-Theme Technik auf der einen Seite zwar ein Problem löst, auf der anderen dafür aber ein ganz neues aufwirft. Wozu verwenden wir Child-Themes?

Nehmen wir Änderungen direkt an einem Theme vor und wird das Theme vom ursprünglichen Themenautoren aktualisiert, so werden unsere Änderungen mit dem Update des Themes überschrieben und gehen verloren. Erstellen wir hingegen ein Child-Theme, so können wir in diesem unsere Änderungen vornehmen, ohne ihren Verlust durch ein Update fürchten zu müssen. Das Konzept ist dabei sehr schlank und elegant umgesetzt. Mit nur zwei kleinen Dateien ist das Child-Theme bereit. Man kopiert sich schlicht die zu ändernden Template-Dateien vom Parent-Theme in das Child-Theme und kann diese dort gefahrlos abändern. Gefahrlos? Nicht ganz. Was passiert zum Beispiel, wenn das Update des Eltern-Themes dergestalt ist, dass es gewisse Abhängigkeiten, in denen das Child-Theme steht, zerstören? Über dieses Child-Theme Dilemma wird eher selten gesprochen.

Was in ein WordPress-Theme gehört – und was nicht

Ein WordPress-Theme sollte sich nur um die Präsentation des Inhalts kümmern, und nicht um Funktionen, die dem Nutzer die Erstellung von Inhalten ermöglichen.

Viele Themes bringen Funktionen mit, die dem Nutzer nur im ersten Moment helfen. Sobald ein Theme-Wechsel ansteht, sind diese Funktionen, die über die Präsentation der Inhalte hinausgehen, nicht mehr da – ebensowenig Inhalte, die eventuell damit erstellt wurden.