WordPress mit Custom-Post-Types erweitern

Seit Version 3.0 erlaubt WordPress das Anlegen eigener Inhaltstypen, sogenannter Custom-Post-Types. Wofür können diese eingesetzt werden?

Nachdem wir im ersten Artikel dieser kleinen Serie die Post-Types genauer angesehen haben, die mit WordPress zusammen ausgeliefert werden, wird es Zeit für den nächsten Schritt: das Hinzufügen eigener Post-Types.

Vorbereitungen

Zum Anlegen unseres Custom-Post-Types benötigen wir einige Zeilen PHP-Code. Diese lassen sich entweder in der functions.php-Datei eines Child-Themes oder in Form eines kleinen Plugins für unsere WordPress-Installation bereitstellen.
Die Plugin-Lösung ist definitiv zu bevorzugen, weil wir auf diesem Weg nicht nur Design und Funktion unserer Seite voneinander getrennt halten, sondern auch sicher stellen, dass unser Post-Type unbeeindruckt von Theme-Wechseln weiter seinen Dienst verrichten kann.

Was sind Post-Types in WordPress?

Die Inhalte in WordPress werden grundsätzlich in sogenannte Post Types einsortiert. Schauen wir uns also an, wie sich die Post Types unterscheiden und wie WordPress uns erlaubt diese zu erweitern.

Alle Inhalte für deren Anzeige und Verwaltung wir WordPress nutzen, werden in Form sogenannter Post-Types gespeichert. Wer zufällig ausgewählte Passanten in der Fußgängerzone auf WordCamps fragt, welche Post-Types WordPress standardmäßig ausliefert, wird vermutlich mindestens drei davon genannt bekommen: Beiträge (Posts), Seiten (Pages) und Anhänge (Attachments). Tatsächlich gibt es darüber hinaus noch einige, weniger offensichtlich als solche erkennbare Post-Types im WordPress Core. Schauen wir uns die einzelnen Inhaltstypen also etwas genauer an.

Beiträge

WordPress Ursprung liegt in einer Blogging-Software namens b2 und auch das junge WordPress war als reines Blogging-Tool vorgesehen. Da ist es wenig verwunderlich, dass der erste Post-Type für Blog-Beiträge vorgesehen war.

Diese Beiträge, oder Posts, werden von WordPress in umgekehrt chronologischer Reihenfolge angezeigt, die neuesten immer als erste. Jeder Beitrag gehört mindestens einer Kategorie an und kann mit beliebigen Schlagworten versehen werden. Für Beiträge werden vom System standardmäßig RSS-Feeds angelegt, die von potentiellen Leserinnen und Lesern abonniert werden können.

Brauche ich einen Pagebuilder?

Der Einsatz von Pagebuildern wird nicht selten als Pflichtübung verstanden. Aber ist die Nutzung der Editor-Erweiterungen tatsächlich immer nötig?

In den letzten Jahren erfreut sich die Pagebuilder genannte Klasse von Plugins großer Beliebtheit. Sie erweitern oder ersetzen den WordPress-Editor und erlauben es, komplexere Layouts (meist) ohne das Schreiben von Code zu erstellen.
Doch wann ist der Nutzen, den wir aus dem Einsatz dieser ressourcenhungrigen Plugins ziehen, es wert, unser Projekt mit großer technischer Schuld zu beladen?

Vorab

Ich werde mich in den folgenden Punkten ausschließlich auf technische Punkte beschränken. Ein „Ich mag diesen Pagebuilder!“ oder „Der Kunde will das!“ sind Argumente, die sich erfahrungsgemäß nicht rational angehen lassen. Das verbleibende, ultimative Argument ist dann natürlich „Das Geld reicht für keine andere Lösung.“ Während das auf Multipurpose-Themes zutreffen mag, ist es kein Freifahrtschein für den Einsatz von Pagebuildern. Werfen wir also einen Blick auf die verschiedenen Szenarien:

„Learn JavaScript deeply!“

Ich hatte vor einiger Zeit die Gelegenheit, mich einmal ausgiebig mit Zac Gordon zu unterhalten. Früher hat Zac für den Workshop-Anbieter Treehouse WordPress-Kurse produziert. Nachdem Treehouse ihre Bemühungen im  WordPress-Bereich über Nacht komplett eingestellt haben, musste Zac sich nach Alternativen umsehen und hat kurzerhand den Kurs JavaScriptforWP gestartet. Das Thema für unser Gespräch waren also naheliegend: JavaScript für WordPress.

Der WordPress-Jahresrückblick – „State of the Word“

In seiner jährlichen Rede "State of the Word", in aller Bescheidenheit an die entsprechende Rede des US-Präsidenten zur Lage der Nation angelehnt, berichtet Matt Mullenweg, Co-Founder von WordPress, über die Fortschritte des Opensource-Projekts im letzten Jahr und die Pläne für die nähere Zukunft.

Am Samstag Abend deutscher Zeit war es für Matt Mullenweg wieder so weit: als Abschluss des WordCamp US in Nashville präsentierte er den „State of the Word 2017“. Die wichtigsten Ankündigungen und Updates haben wir hier zusammengefasst.

Community-Events

WordCamps 🌎🌍🌏

Das WordCamp US war das bisher 128. WordCamp des Jahres mit den noch anstehenden Veranstaltungen in Athen, Rom, Kampala und Bhopal macht das für 2017 132 Camps in 48  Ländern. Für diese Camps wurden insgesamt 39.625 Tickets verkauft. Das durchschnittliche Orga-Team eines WordCamps war in diesem Jahr mit 8 Personen besetzt, das sind 1.008 Organisatorinnen und Organisatoren, die insgesamt 2.310 Speaker und 1.091 Sponsoren organisiert und betreut haben.

Bilder vom Smartphone mit WordPress veröffentlichen

Die Idee, Bilder direkt vom Smartphone auf die eigene WordPress-Installation zu befördern ist nicht neu. Die offizielle WordPress-App für Android und iOS übernimmt diese Aufgabe seit langem und auch andere Projekte haben vereinzelt einen Vorstoß in diese Nische gewagt.

Auftritt: IsyPress

An einer solchen App versucht sich nun auch das deutsche Community-Urgestein Ralf Wiechers. Seine IsyPress-App stellt eine relativ simple Verbindung zwischen dem lokalen Fotoalbum auf iOS und der WordPress-REST-API her. Einmal mit Zugangsdaten ausgestattet kann IsyPress mit wenigen Handgriffen Bilder hochladen und veröffentlichen. Wie geschaffen für Foto-Blogs.

Der WordPress-Editor der Zukunft – Gutenberg

Egal ob WordPress zum Bloggen, Podcasten, als CMS oder als Backend-System für Apps eingesetzt wird – der Editor ist fast unausweichlich der Teil der Nutzeroberfläche, in dem wir die meiste Zeit verbringen. Grund genug, dem Gutenberg-Projekt, das sich anschickt, dieses Interface neu zu erfinden, einen genaueren Blick zu widmen.

Eine kurze Geschichte des WordPress-Editors

Am Anfang war der Editor. In den frühen Tagen von WordPress, als das System noch gänzlich auf Blogging ausgerichtet war, kam der Editor ohne viele Extras aus. Text, der in das Editor-Feld eingegeben wurde, fand seine Entsprechung als ausgegebener Inhalt im Frontend, dem öffentlichen Teil der Seite.

Mit der Zeit kamen weitere Funktionen hinzu. Shortcodes erlauben als Platzhalter den einfachen Einsatz komplexerer Code-Schnipsel oder vorgefertigter Inhalte. oEmbeds ermöglichen das Einbetten von Inhalten fremder Plattformen wie Twitter, Youtube oder anderer WordPress-Blogs. Außerhalb des Editors besteht das Konzept der Widgets, die als Inhalts-Module zwar eine gewisse Ähnlichkeit mit Inhalten des Editors haben, aber über eine zwei vollkommen losgelöste Oberflächen bearbeitet werden können.