Wie man sehr große Netzwerknutzlasten in WordPress vermeidet

Lucy Beer ist ein waschechter WordPress-Profi. Mit ihren Beiträgen und Trainings hilft sie WordPress-Anwender/innen seit Jahren, schnelle, sichere und zuverlässige Websites zu bauen. Passend zu Simons Post aus der letzten Woche haben wir diesen Beitrag mit Lucys freundlicher Erlaubnis aus dem Englischen übersetzt. Die originale Version findet sich auf webtrainingwheels.com.

Wenn du Google PageSpeed Insights zum Testen deiner Website verwendest, siehst du die Warnung „Sehr große Netzwerknutzlasten vermeiden“, wenn die Gesamtgröße deiner Seite 1,6 MB übersteigt.

Das klingt erstmal technisch, ist aber tatsächlich eine der Empfehlungen, über die du als Website-Besitzer/in die meiste Kontrolle haben kannst. Im Gegensatz zu einigen PageSpeed-Empfehlungen kannst du das selbst beheben!

Mit Netzwerk ist in diesem Fall die Verbindung zwischen dem Browser deiner Besucher/in und dem Server, auf dem deine Website gehostet wird, gemeint. Die Nutzlast sind alle Dateien, aus denen deine Website besteht – Schriften, Bilder, CSS-Dateien, JavaScript-Dateien usw. – die vom Server zum Browser heruntergeladen werden müssen. Jede dieser Dateien hat eine Dateigröße in KBs (Kilobytes) oder sogar MBs (Megabytes). Die gesamte Dateigröße aller Ressourcen für die Seite ist die Nutzlast deiner Website.

Hat WordPress ein Performance-Problem?

WordPress ist langsam und kann, wenn überhaupt, nur mit viel Glück und Sachverstand halbwegs flott betrieben werden. So verhält es sich zumindest, wenn man einem der hartnäckigsten Gerüchte glauben schenkt, die um das verbreitetste CMS der Welt dieser Tage im Umlauf sind.
Schauen wir uns also einmal an, wie schlimm es um WordPress wirklich bestellt ist.

Kurzer Exkurs zur Performance

Wenn wir von der Performance sprechen, geht es vereinfacht gesagt darum, wie schnell eine Website nach dem Aufruf durch einen Browser dargestellt wird. Dabei spielt die eigentliche Ladezeit tatsächlich fast eine nachrangige Rolle, weil wir inzwischen oft von einer gefühlten Ladezeit ausgehen. Websites sind in der Regel schneller, je weniger Daten übertragen werden und je weniger Rechenaufwand zur Darstellung des Inhalts nötig ist.

Wie viele WordPress-Plugins sind zu viele Plugins?

Hartnäckig hält sich das Gerücht, man dürfe WordPress nur mit einer bestimmten Maximalanzahl von Plugins betreiben, bevor die Stabilität, Geschwindigkeit oder Sicherheit einer Website beeinträchtigt wird. Aber stimmt das wirklich?

Ein Strauß von Faktoren

Tatsächlich gibt es nicht die eine magische Zahl aktiver Plugins, die eine Website in die Knie zwingen würde. Angefangen bei unzähligen Konfigurationsmöglichkeiten beim Hosting bis hin zu konkreten Eigenschaften der eingesetzten Plugins sind hier einfach keine allgemeingültigen Aussagen möglich.

So könnte eine WordPress-Site hunderte Plugins aktiv haben, die durch aktives Caching der Ausgabe auch bei hohen Zugriffszahlen praktisch keine Auswirkung auf die Ladezeit der einzelnen Seiten haben. Genauso gut wäre aber auch eine Website denkbar, die trotz erstklassigem Hosting von nur einem einzigen aktiven Plugin mehr oder weniger lahmgelegt wird.

Die wp-config.php-Datei

Kaum eine andere Datei einer WordPress-Installation ist so wichtig wie die wp-config.php und dennoch fristet sie in den meisten Fällen ein Schattendasein. Höchste Zeit, dass wir uns genauer ansehen, was diese zentrale Datei tut, wie sie bearbeitet werden kann und warum sich das Bearbeiten lohnen könnte.

Die Konfigurationsdatei

Neben vielen Einstellungen, die ein Admin-Benutzer in WordPress über das Admin-Interface setzen kann, gibt es eine Reihe von Einstellungen, für die WordPress die wp-config.php zu Rate zieht.
Würden wir diese Datei aus einer WordPress-Installation entfernen, müsste diese sofort den Betrieb einstellen. Nach einigen einleitenden Kommentaren enthält die Konfigurationsdatei nämlich gleich am Anfang Zugangsdaten und Einstellungen für die Datenbank, in der WordPress einen Großteil seiner Inhalte ablegt.

Plugins richtig deinstallieren

Plugins erweitern schnell und einfach den Funktionsumfang einer WordPress-Installation. Nur zu oft geraten sie nach einiger Zeit aber in Vergessenheit und fristen ein Schattendasein in den entlegenen Ecken einer Website.
Um potentiellen Sicherheitsproblemen vorzubeugen und die Performance einer Website nicht zu beeinträchtigen, sollten unbenutzte Plugins daher deaktiviert und gelöscht werden.

Schauen wir uns an, wie wir hinter einem Plugin aufräumen können, das auf dem Weg nach draußen nicht alle seine Spuren beseitigt.

Deinstallation – logischer erster Schritt

Wir starten die Plugin-Deinstallation auf die einfachste denkbare Art im WordPress-Backend. Alle Benutzerinnen und Benutzer mit Admin-Rechten können Plugins direkt in der Plugin-Übersicht unter Plugins zunächst deaktivieren und anschließend deinstallieren.

WordPress: Benutzernamen ändern

Benutzernamen gehören zu den wenigen Dingen, die wir bei der Einrichtung einer neuen WordPress-Website angeben und später nicht ändern können. Über die Lebensdauer einer Website kann es aber vorkommen, dass ein Benutzername geändert werden soll. Schauen wir uns die beiden Möglichkeiten dafür also einmal genauer an.

Schritt 0: Backup!

Weil wir für beide Lösungswege, die wir uns ansehen werden, nicht ganz unkritische Eingriffe an unserer Website vornehmen, versteht es sich von selbst, dass wir vorher ein Backup unserer Website anfertigen.

Sobald das erledigt ist, können wir die etwas aufwändigere, aber einfachere Route gehen oder den kürzen Weg für Fortgeschrittene, die sich einen kleinen Eingriff an der Datenbank zutrauen.

WordPress mit Custom-Post-Types erweitern

Seit Version 3.0 erlaubt WordPress das Anlegen eigener Inhaltstypen, sogenannter Custom-Post-Types. Wofür können diese eingesetzt werden?

Nachdem wir im ersten Artikel dieser kleinen Serie die Post-Types genauer angesehen haben, die mit WordPress zusammen ausgeliefert werden, wird es Zeit für den nächsten Schritt: das Hinzufügen eigener Post-Types.

Vorbereitungen

Zum Anlegen unseres Custom-Post-Types benötigen wir einige Zeilen PHP-Code. Diese lassen sich entweder in der functions.php-Datei eines Child-Themes oder in Form eines kleinen Plugins für unsere WordPress-Installation bereitstellen.
Die Plugin-Lösung ist definitiv zu bevorzugen, weil wir auf diesem Weg nicht nur Design und Funktion unserer Seite voneinander getrennt halten, sondern auch sicher stellen, dass unser Post-Type unbeeindruckt von Theme-Wechseln weiter seinen Dienst verrichten kann.